Am Ende eines dicht gelockten Körpers sitzt eine fast glatte, dünn auslaufende Rute. Peitschenrute oder Rattenschwanz heißt dieses Merkmal, und laut FCI-Standard findet man es bei keiner ähnlichen Rasse. Gerade deshalb halten die Verfasser es für wahrscheinlich, dass der Irish Water Spaniel auf eigene irische Vorfahren zurückgeht.
| FCI | Gruppe 8 (Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde), Sektion 3 Wasserhunde, Standard Nr. 124, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Irland |
| Größe (Widerrist) | Rüden 53 bis 59 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | Median 10,8 Jahre bei 174 Hunden in einer britischen Auswertung von 584.734 Hunden (McMillan et al. 2024) |
| Fell | dichte, feste, krause Ringellöckchen ohne Wolligkeit, von Natur aus fettig; Gesicht glatt, Rute bis auf den Ansatz glatt |
| Farben laut Standard | sehr satte, dunkelbraunrote Leberfarbe; Weiß an der Brust ist zu beanstanden |
Wasserhunde schon vor der Flinte
Der genaue Ursprung liegt laut Standard im Dunkeln. Nach verbreiteter Auffassung stammen Wasserspaniel von Hunden ab, die aus Persien über Spanien nach Irland kamen. Ein erster irischer Hinweis auf Wasserhunde, die Wasservögel verfolgen, stammt aus dem Jahr 1600. Hunde mit wasserabstoßendem Haar arbeiteten dort also schon, bevor die Schrotflinte ins Land kam. 1890 wurde der Irish Water Spaniel Club gegründet.
Humor für die Familie, Skepsis für Fremde
Stolz, sehr intelligent und ausdauernd, mit kühnem, forschem Eifer und enormer Kondition: So zeichnet ihn der Standard. Dazu kommt ein ungewöhnlicher Satz: ein guter Familienhund mit Sinn für Humor, aber misstrauisch gegenüber Fremden. Rechne also mit einem Hund, der zu Hause albern sein kann und Besuch erst einmal prüfend mustert. Frühe, freundliche Begegnungen mit vielen Menschen helfen ihm.
Gebaut für Schilf, Gestrüpp und kaltes Wasser
Er eignet sich laut Standard für die meisten Arten der Jagd, sucht, steht oft vor und apportiert bereitwillig aus dichtem Gestrüpp. Bevorzugt wurde er von Jägern auf Federwild am Wasser. Typisch ist ein leichtes Rollen in der Bewegung, das vom tonnenförmigen Brustkorb kommt. Schwimmen und Apportieren aus dem Wasser liegen ihm. Ähnlich gelockte Wasserarbeiter sind der Curly Coated Retriever und der American Water Spaniel.
Was die Studien zeigen
In der britischen Langlebigkeitsstudie lag der Median bei 10,8 Jahren und damit unter dem der Mischlinge mit 12,0. Das Sterberisiko war um ein Drittel erhöht, die Auswertung beruht aber auf nur 174 Hunden (McMillan et al. 2024). Ein zweites Thema ist Haarverlust. In einer britischen Untersuchung hatten 20 Hunde kahle Stellen ohne Juckreiz und Entzündung, immer an denselben Körperregionen. Eine Umstellung des Futters verbesserte Haut und Fell bei den meisten (Cerundolo et al. 2000). Eine Stammbaumanalyse fand eine familiäre Häufung (Cerundolo et al. 1999). Frag deshalb gezielt nach Haarverlust in der Linie.
Locken in Ordnung halten
Die fettigen Ringellocken schützen im Wasser und filzen, wenn niemand sie pflegt. Kämme sie regelmäßig durch, zupfe Pflanzenreste heraus und lass das Haar nach dem Schwimmen trocknen.
Eine gute Wahl für dich, wenn
du Wasser, lange Spaziergänge und einen Hund mit Witz und eigenem Kopf magst. Hundeerfahrung oder eine gute Hundeschule helfen dir dabei.
Eher keine Wahl, wenn
dein Haus ständig voller Gäste ist, die er sofort lieben soll, oder dich nasses Lockenfell im Flur stört. Dann bleibt der irische Wasserspezialist besser am Ufer anderer Leute.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 124 Irish Water Spaniel (Irischer Wasserspaniel) (fci.be, deutsche Fassung vom 31.08.2001, gültiger Standard publiziert 13.03.2001; englische Originalfassung vom 08.11.2002 zum Abgleich); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024; Cerundolo R et al., An analysis of factors underlying hypotrichosis and alopecia in Irish Water Spaniels in the United Kingdom, Veterinary Dermatology 2000; Cerundolo R et al., Studies on the inheritance of hair loss in the Irish water spaniel, Veterinary Record 1999.
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