Taiga und Berge Zentral- und Ostsibiriens sind seine Heimat, große Beute seine Leidenschaft. Mit 57 bis 64 cm Widerrist bei Rüden ist er laut Standard der größte der drei russischen Jagd-Laikas im FCI-Verzeichnis. Menschen gegenüber soll er dennoch freundlich, sanft und vertrauensvoll sein.
| FCI | Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 2 Nordische Jagdhunde, Standard Nr. 305, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Russland |
| Größe (Widerrist) | Rüden 57 bis 64 cm, Hündinnen 53 bis 60 cm |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | im Mittel 11,1 Jahre bei 204 Hunden in der Datenbank des Finnischen Kennel Clubs (Kraus et al. 2023) |
| Fell | harsches, gerades Grannenhaar über reichlich weicher, wolliger Unterwolle; Mähne an Hals und Schultern, Seitenbart |
| Farben laut Standard | am typischsten Schwarz mit Braun (black and tan), Schwarz, Schwarz-Weiß, Weiß und Weiß mit Flecken (gescheckt); leichte Sprenkel an den Läufen erlaubt |
Tungusen, Jakuten, Amur
Aus Laikas der Tungusen und Jakuten, vom Baikal und vom Amur ist die Rasse laut Standard entstanden. Die erste Beschreibung der Amur-Laikas, später Grundlage des Standards, stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. 1947 bekam der Ostsibirische Laika Rassestatus, 1949 einen vorläufigen und 1981 den endgültigen Standard, die FCI führt ihn seit 1980. Heute lebt auch im europäischen Russland eine große Population. Eine eigene FCI-Rasse ist die Jakutische Laika.
Selbstständig bei der Jagd
Ruhig und ausgeglichen, kraftvoll, mit feiner Nase und ausgeprägter Leidenschaft für großes Wild: So beschreibt ihn der Standard, bei der Jagd sehr unabhängig. Leichte Abneigung gegen Menschen gilt dort als schwerer Fehler. Im Haus ist er meist ein gelassener, freundlicher Hund, draußen folgt er seiner Nase.
Ein Traber für weite Strecken
Typisch ist laut Standard ein raumgreifender Trab, wechselnd mit Galopp. Ohne Jagd braucht er täglich mehrere Stunden Bewegung, dazu Fährte, Mantrailing oder Zughundesport im kühlen Wetter. Freilauf klappt nur in sicher eingezäuntem Gelände.
Mähne und Unterwolle
Das harsche Grannenhaar ist pflegeleicht, eine gründliche Bürstenrunde pro Woche reicht. Zweimal im Jahr verliert er große Mengen Unterwolle, dann hilft tägliches Auskämmen. Scheren schadet dem wetterfesten Doppelhaar.
Was finnische und schwedische Daten zeigen
Im schwedischen Röntgenprogramm von 2007 bis 2016 hatten nur 2,8 Prozent von 436 jungen Ostsibirischen Laikas eine Hüftdysplasie Grad C bis E, keiner Grad D oder E, damit gehörte er zu den drei Rassen mit den niedrigsten Werten (Engdahl et al. 2026). In der Datenbank des Finnischen Kennel Clubs wurden 204 Hunde der Jahrgänge 1988 bis 2002 im Mittel 11,1 Jahre alt, Krebs war bei 8 Prozent die gemeldete Todesursache (Kraus et al. 2023). In einem großen Gentest trugen 5 von 33 Hunden eine Variante, die beim Beagle Grünen Star auslöst; was sie beim Laika bedeutet, ist offen (Donner et al. 2018).
Passend für dich, wenn
du jagst oder viel Zeit im Gelände verbringst, Platz und einen hohen Zaun hast und einen großen, ruhigen Hund mit eigenem Kopf schätzt.
Lass es lieber, wenn
Hitze, enge Wohnung und kurze Gassirunden deinen Alltag bestimmen oder du einen Hund für den Hundesport mit Gehorsamsfokus suchst.
Kleiner und meist schwarz-weiß ist der Russisch-Europäische Laika, rot bis grau der Westsibirische Laika. Ob ein Großwildjäger zu deinem Alltag passt, klärt der Rasse-Test; mehr Tiefe bietet „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Für die Zeit nach dem Einzug gibt es das kostenlose Welpen-Startpaket. Mähne und Seitenbart zeigen sich schön auf einem Poster im Holzrahmen oder einem Magazin-Cover auf Leinwand.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 305 Vostotchno-Sibirskaïa Laïka (Ostsibirischer Laïka) (fci.be, deutsche Fassung vom 13.07.2011, gültiger Standard publiziert 13.10.2010) und FCI-Rassenseite Nr. 305; Engdahl K et al., Prevalence of hip and elbow dysplasia in young adult dogs in Sweden, Veterinary Record 2026; Kraus C et al., How size and genetic diversity shape lifespan across breeds of purebred dogs, GeroScience 2023; Donner J et al., Frequency and distribution of 152 genetic disease variants in over 100,000 mixed breed and purebred dogs, PLOS Genetics 2018; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse nicht enthalten).
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