Bis 1996 hieß diese Rasse Balkanischer Laufhund. Dann stimmte der FCI-Vorstand bei seiner Sitzung in Kopenhagen einem Antrag der Jugoslawischen Kynologischen Vereinigung zu: Weil die Hunde besonders in Serbien verbreitet sind, tragen sie seither den Namen Serbischer Laufhund.
| FCI | Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 Mittelgroße Laufhunde, Standard Nr. 150, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Serbien |
| Größe (Widerrist) | Rüden 46 bis 56 cm (ideal 51 bis 52 cm), Hündinnen 44 bis 54 cm (ideal 48 bis 49 cm) |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz, üppig, glänzend, etwas dick und gut anliegend, mit Unterwolle; an der Schenkelrückseite und unter der Rute etwas länger |
| Farben laut Standard | Fuchsrot von gelblichem Rot bis Rostrot mit schwarzem Mantel oder Sattel, der bis zum Kopf reicht und an den Schläfen zwei schwarze Abzeichen bildet; weißes Brustabzeichen bis 2 cm Durchmesser zulässig |
Laufhunde vom ganzen Balkan
Der Serbische Laufhund gehört zu einer Familie von Laufhunden, die sich über den ganzen Balkan verbreitet hat. Vermutlich spielten Laufhunde aus Kleinasien bei seiner Entstehung eine wichtige Rolle. Die erste Beschreibung lieferte Franz Laska 1905, der erste Standard folgte 1924. Die FCI genehmigte ihn 1940 bei ihrer Sitzung in Bled, die endgültige Anerkennung datiert auf 1955. Ein naher Verwandter mit drei Farben ist der Dreifarbige Serbische Laufhund.
Ein Traber mit Ausdauer
Bevorzugte Gangart ist laut Standard ein flotter, energischer Trab. Der Hund ist mittelgroß und kräftig, sein Rumpf etwa 10 Prozent länger als die Widerristhöhe, die Brust reicht bis zur halben Höhe. Ein zu langer Körper führt zur Disqualifikation, ebenso eine über dem Rücken getragene oder geringelte Rute. Für dich heißt das: Er ist für stundenlange Arbeit im Gelände gebaut. Ohne Jagd braucht er lange Touren, Fährten an der Schleppleine und Mantrailing. Ein kurzer Spaziergang ums Haus reicht ihm nicht.
Freundlich und bemerkenswert beharrlich
Freundlich, temperamentvoll, zuverlässig und bemerkenswert beharrlich: Das steht im Standard. Beharrlichkeit ist bei der Jagd eine Tugend, im Alltag zeigt sie sich, wenn er eine Spur nicht loslassen will. Geduldige, konsequente Erziehung von Welpenbeinen an und viel Rückruftraining zahlen sich aus. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde schließt der Standard aus.
Kurzes Haar mit Unterwolle
Das kurze, dichte Haar mit Unterwolle ist pflegeleicht. Wöchentliches Bürsten genügt, im Fellwechsel bürstest du öfter. Die hängenden, eher dünnen Ohren liegen eng an den Backen, schau regelmäßig hinein.
Was über seine Gesundheit bekannt ist
Fast nichts. In der Langlebigkeitsstudie von McMillan und Kollegen taucht der Serbische Laufhund zwar in der Rassenliste auf, ausgewertet wurde er nicht. Eine Krankheitsstudie haben wir nicht gefunden. Die einzige Arbeit mit mehreren Tieren untersuchte bei acht Serbischen Laufhunden die Kopienzahl des Gens AMY2B, das bei der Stärkeverdauung hilft. Sie reichte von 9,1 bis 18,1, die größte Spannbreite der acht untersuchten Balkanrassen (Katica et al. 2025). Eine Aussage über Krankheiten lässt das nicht zu. Frag beim Züchter nach Hüftröntgen und Augenbefund der Eltern.
Wer ihm gerecht wird
Jagdlich geführte Haushalte und sehr aktive Menschen mit Erfahrung, Platz und Geduld für einen Hund, der seiner Nase folgt. Wer ihn nur gelegentlich bewegen kann, in der Stadt lebt oder einen Hund für den ersten Versuch sucht, wählt besser eine andere Rasse. Mit Verwandten wie dem Bosnischen Barak teilt er die Leidenschaft für die Spur, und wer ihr Raum gibt, hat einen ausdauernden, freundlichen Gefährten.
Ob ein Balkan-Laufhund mit festem Willen zu dir passt, prüfst du mit dem Rasse-Test, ausführlich hilft unser Buch „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Für die ersten Wochen mit Welpe gibt es das kostenlose Welpen-Startpaket. Sein fuchsrotes Fell mit schwarzem Sattel zeigen die Hundeportraits vom eigenen Foto oder ein Poster im Holzrahmen.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 150 Srpski Gonič (Serbischer Laufhund) (fci.be, deutsche Fassung vom 05.05.2003, gültiger Standard publiziert 25.03.2003, Originalsprache Französisch) und FCI-Rassenseite Nr. 150; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024; Katica J et al., Copy number variations in AMY2B gene and amylase activity in Balkan dog breeds, PLoS One 2025.
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