Schwarzer Kopf, weiß gescheckter Körper, bei manchen Hunden getüpfelt, bei anderen gräulich: Beim Braque d'Auvergne fällt zuerst das Fell auf. Der FCI-Standard sagt sogar, die Rasse habe ihre ausgeprägte Identität über ihr Haarkleid bewahrt. Darunter steckt ein Vorstehhund, der einen ganzen Tag auf hartem Gelände durchhalten soll.
| FCI | Gruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typ Braque, Standard Nr. 180, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Frankreich |
| Größe (Widerrist) | Rüden 57 bis 63 cm (ideal 60 cm), Hündinnen 53 bis 59 cm (ideal 56 cm); geduldet sind 2 cm mehr und 1 cm weniger |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz, nicht zu fein, nie hart, glänzend |
| Farben laut Standard | Schwarz mit weißer Scheckung in unterschiedlicher Ausdehnung, getüpfelt oder gräulich; Kopf schwarz, weiße Blesse bevorzugt; Nasenschwamm immer schwarz |
Ein Jäger aus dem Cantal
Seit mehr als zwei Jahrhunderten ist die Rasse in der Region Cantal zu Hause, so der Standard. Sie stammt aus der gemeinsamen Wurzel der Vorstehhunde und ging aus einer Auslese hervor, an der laut englischer Fassung möglicherweise die Malteserritter beteiligt waren. Geschaffen wurde sie von Jägern und für Jäger. Im Typ verwandt sind der Braque du Bourbonnais und der Braque de l'Ariège.
Zwei Spielarten der Scheckung
Grundfarbe ist Schwarz mit weißer Scheckung, mal großflächig, mal sparsam. Der Standard unterscheidet einen getüpfelten und einen gräulichen Typ und nutzt das nur, um gleich gute Hunde zu unterscheiden. Am schwarzen Kopf ist eine weiße Blesse erwünscht, die sich seitlich auf den Fang ausdehnen darf. Rötliche Abzeichen, ein Ton wie verbranntes Brot, fehlende Tüpfelung sowie ein ganz schwarzes oder ganz weißes Fell sind disqualifizierend.
Schmusig, aber mit Arbeitsauftrag
Sanft, sehr schmusig, intelligent und fügsam: So liest sich das Wesen im Standard, der ihn ausdrücklich als geeignet für das Familienleben bezeichnet. Seine Erziehung soll vor allem die natürlichen Anlagen fördern, der Geruchssinn ist sehr ausgeprägt. Auf der Jagd läuft er einen mittleren, gleichmäßigen, leicht schaukelnden Galopp. Diese Ausdauer will genutzt werden, mit langen Suchen, Apportierarbeit und Fährten, sonst fehlt ihm etwas.
Kurzes Haar, strenger Blick auf die Augen
Das glänzende Kurzhaar braucht wenig: Abstreifen mit dem Gummistriegel, nach dem Unterholz Ohren und Pfoten kontrollieren. Viel Gewicht legt der Standard auf die Lider. Entropium oder Ektropium und selbst Spuren einer Korrektur schließen einen Hund aus, ebenso gelbe, sogenannte Greifvogelaugen. Die Rute darf gekürzt 15 bis 20 cm lang sein; unkupiert soll sie nicht über die Fußwurzel hinausreichen.
Eine dünne Studienlage
Zu Krankheiten und Lebenserwartung des Braque d'Auvergne fand sich keine belastbare Studie. In der britischen Langlebigkeitsauswertung von McMillan und Kollegen steht er nur in der Rassenliste, ohne eigenen Wert. Wie oft Lidfehler in der Rasse wirklich vorkommen, ist nicht untersucht; die strenge Regel im Standard beschreibt das Zuchtziel, keine Häufigkeit. Lass dir die Gesundheitsbefunde beider Eltern zeigen, bevor du dich für einen Wurf entscheidest.
Wem er gut tut und wem nicht
Er passt zu aktiven Menschen, gern mit Jagdschein, die drinnen einen anhänglichen Hund und draußen einen ausdauernden Sucher haben möchten. Die Familieneignung aus dem Standard setzt voraus, dass er täglich genug zu tun bekommt. Wer wenig Zeit hat, kein offenes Gelände in Reichweite oder einen Hund für nebenher sucht, sollte sich anders entscheiden. Ein Auvergne-Braque ohne Aufgabe sucht sich eine, und selten die, die du dir gewünscht hättest.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 180 Braque d'Auvergne (fci.be, deutsche Fassung vom 12.05.2004, englische vom 02.04.2004, gültiger Originalstandard vom 24.03.2004); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse aufgeführt, aber nicht ausgewertet).
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